
Rauhnächte 2026/27: Bedeutung, Termine und das Ritual der 13 Wünsche
Rauhnächte 2026/27: woher der Brauch zwischen den Jahren kommt, welche Nächte zählen und wie das Ritual der 13 Wünsche mit Feuer sicher gelingt.
Kurz gesagt: Die Rauhnächte, auch Raunächte oder „die Zwölften“, sind zwölf Nächte zwischen Weihnachten und Dreikönig. Nach der gängigsten Zählung beginnen sie 2026 mit der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, die Zeit endet mit der Nacht auf den 6. Januar 2027. Um diese Nächte ranken sich alte Volksbräuche wie das Räuchern oder die Sage von der Wilden Jagd. Das beliebte Ritual der 13 Wünsche ist dagegen ein junger Brauch: 13 Zettel, zwölf werden Nacht für Nacht ungelesen verbrannt, der letzte wird geöffnet.
Woher die Rauhnächte kommen
Die Zwölften zwischen den Jahren
Die zwölf Tage von Weihnachten bis Dreikönig sind im Christentum seit der Spätantike eine Festzeit, das Konzil von Tours erklärte sie im Jahr 567 dazu. Der Jahresanfang lag lange nicht überall am 1. Januar, sondern mancherorts an Weihnachten oder an Dreikönig. Daher kommt die Redewendung „zwischen den Jahren“.
Oft liest man, die zwölf Nächte glichen den Unterschied zwischen Mondjahr (354 Tage) und Sonnenjahr (365 Tage) aus. Sicher belegt ist das nicht, ebenso wenig die oft behaupteten „germanischen Wurzeln“. Die meisten Bräuche sind erst seit dem 16. Jahrhundert schriftlich bezeugt und wurden im 19. Jahrhundert von Volkskundlern gesammelt.
Der Name
Für den Namen gibt es zwei Erklärungen. Die eine führt ihn auf mittelhochdeutsch „rûch“ zurück, „haarig“ – gemeint wären Gestalten in Fell, wie die Perchten im Alpenraum. Die andere auf den Rauch: Schon im 16. Jahrhundert berichten Chronisten, dass man in den zwölf Nächten nach Weihnachten die Häuser mit Weihrauch beräucherte.
Volksglaube
Nach altem Volksglauben zog in diesen Nächten die Wilde Jagd durch die Lüfte, je nach Gegend angeführt von Wodan oder von Frau Holle beziehungsweise Perchta. Man sollte keine Wäsche aufhängen und nicht spinnen. Die Träume jeder Nacht sollten anzeigen, was ein Monat im neuen Jahr bringt. Das ist Brauchtum und Aberglaube, heute meist mit einem Augenzwinkern erzählt. Wodan heißt im Norden Odin – mehr über ihn bei unseren Göttern.
Welche Nächte sind die Rauhnächte?
Eine einheitliche Zählung gibt es nicht. Für 2026/27 gilt:
- Gängigste Zählung: erste Rauhnacht vom 24. auf den 25. Dezember 2026, zwölfte vom 4. auf den 5. Januar 2027. Die Nacht auf Dreikönig, vom 5. auf den 6. Januar, schließt die Zeit ab.
- Spätere Zählung: Beginn erst in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember, die Dreikönigsnacht ist dann die zwölfte.
- Frühe Zählung: Manche beginnen schon mit der Thomasnacht vom 20. auf den 21. Dezember, kurz vor der Wintersonnenwende.
Als besonders bedeutsam gelten vier Nächte: die Thomasnacht, die Christnacht, die Silvesternacht und die Nacht vor Dreikönig. Heute verbinden viele jede der zwölf Nächte mit einem Monat des neuen Jahres: die erste mit dem Januar, die zwölfte mit dem Dezember.
Das Ritual der 13 Wünsche
Das Ritual ist kein überlieferter Brauch, sondern eine moderne Form, die sich in den letzten Jahren vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitet hat. Es ist eine Besinnung auf die Frage, was einem für das neue Jahr wichtig ist. Eine Wirkung versprechen wir damit nicht.
- 1. Vor der ersten Nacht: Schreib 13 Wünsche für das neue Jahr auf 13 gleich große Zettel, jeden auf einen eigenen. Viele formulieren sie so, als seien sie schon erfüllt.
- 2. Falten und mischen: Falte alle Zettel gleich, sodass du sie nicht mehr unterscheiden kannst, und leg sie in eine Schale oder ein Kästchen.
- 3. Jede Nacht ein Zettel: Zieh in jeder der zwölf Rauhnächte einen Zettel, ohne ihn zu lesen, und verbrenne ihn. Diesen Wunsch gibst du ab.
- 4. Der dreizehnte Zettel: Nach der letzten Nacht bleibt ein Zettel übrig. Den öffnest du. Um diesen Wunsch kümmerst du dich im neuen Jahr selbst – er ist deine Aufgabe.
Sicher mit Feuer
- Verbrenne die Zettel nur in einer feuerfesten Schale aus Metall oder dicker Keramik, am besten mit etwas Sand darin, auf einer nicht brennbaren Unterlage.
- Nie unbeaufsichtigt: Bleib dabei, bis der Zettel ganz verbrannt und die Glut erloschen ist.
- Abstand halten zu Vorhängen, Tannenzweigen, Gestecken, Papier und allem, was brennen kann.
- Wasser bereitstellen: ein Glas oder eine Kanne Wasser in Reichweite.
- Kinder nur zusammen mit Erwachsenen, Haustiere aus dem Raum.
- Halte den Zettel nicht in der Hand, während er brennt. Entzünde ihn in der Schale oder nimm eine Zange.
- Entsorge die Asche erst, wenn sie ganz kalt ist, und lüfte danach.
Wer kein offenes Feuer möchte, zerreißt die Zettel ungelesen. Der Gedanke bleibt derselbe.
Räuchern: ein alter Brauch
Das Räuchern gehört zu den ältesten bezeugten Bräuchen dieser Zeit. Vor allem in katholischen Gegenden ging man mit Glut und Weihrauch, oft auch mit geweihten Kräutern, betend durch Haus und Stall. An Dreikönig schreiben die Sternsinger bis heute den Segen „C+M+B“ mit Kreide über die Tür.
Räuchern ist ein Brauch, eine Wirkung auf Gesundheit oder Wohlbefinden versprechen wir nicht. Räucherkohle wird sehr heiß: nur in einem hitzefesten Gefäß mit Sand, nie unbeaufsichtigt, danach gut lüften.
Düfte für die Zeit zwischen den Jahren
Ohne Glut und Rauch geht es mit einer Duftkerze. Unsere sind aus Sojawachs, von Hand gegossen, mit ausgewählten Duftölen:
- Weihrauch & Myrrhe – dunkel, harzig und feierlich, wie gemacht für die Zeit zwischen den Jahren.
- Zimt-Weihrauch-Zedern – wie alte Kirchen in der Winternacht.
- Weihnachtsbaum – Kiefer, Zeder, frisches Grün.
- Kaminfeuer – warm und leicht rauchig, für lange Abende.
- Sternanis – würzig und ein wenig herb.
Kerzen und Stücke für die zwölf Nächte
Zwölf Nächte, zwölf kleine Flammen: Das Duft-Teelichter-Set hat genau eines für jede Rauhnacht. Für den Tisch, an dem du die Zettel schreibst, passt eine Duftkerze im Glas oder die große XXL-Duftkerze im Keramiktopf.
Zum Jahreswechsel eine Rune ziehen? Dafür gibt es das Runenset aus Keramik. Als Anhänger passen Perthro für das Ungewisse, Isa für das Innehalten und Jera für das neue Jahr.
Unser Rauhnacht-Set
Für das Ritual der 13 Wünsche haben wir alles in ein Säckchen gepackt: 13 Duft-Teelichter in einem Duft deiner Wahl, eine Duftkerze im Glas „Weihrauch & Myrrhe", 13 Wunschzettel und eine kleine Anleitung. Zum Rauhnacht-Set – 36,90 €
Der Online-Versand endete 2026 am 31. Oktober. Du kannst aber kostenlos reservieren und vor Weihnachten auf einem unserer Märkte abholen.
Häufige Fragen
Wann sind die Rauhnächte 2026/27?
Nach der gängigsten Zählung vom 24./25. Dezember 2026 bis zum 4./5. Januar 2027, die Nacht auf Dreikönig schließt die Zeit ab. Manche beginnen schon mit der Thomasnacht am 20./21. Dezember, andere erst am 25./26. Dezember.
Wann schreibe ich die 13 Wünsche auf?
Vor der ersten Rauhnacht, meist am 24. Dezember. Wer später beginnt, verschiebt den Ablauf einfach. Wichtig ist nur: 13 Zettel, zwölf Nächte.
Was mache ich mit dem 13. Wunsch?
Du öffnest ihn nach der letzten Nacht. Er ist der Wunsch, um den du dich im neuen Jahr selbst kümmerst.
Was darf man in den Rauhnächten nicht tun?
Der Volksglaube kennt Verbote wie Wäsche aufhängen oder spinnen. Das ist Aberglaube. Heute nehmen viele die Zeit einfach als Anlass, es ruhiger angehen zu lassen.
Kann ich im Dezember noch online bestellen?
Nein, der Online-Versand endete 2026 am 31. Oktober. Reservieren und am Marktstand abholen geht aber.
Passend dazu

Rauhnacht-Set — 13 Teelichter, Duftkerze & Wunschzettel
Alles für die zwölf Nächte zwischen den Jahren: 13 Duft-Teelichter, eine Duftkerze „Weihrauch & Myrrhe", 13 Wunschzettel und die Anleitung zum Ritual der 13 Wünsche.

Duft-Teelichter, 12er-Set
Zwölf kleine Flammen, ein Duft deiner Wahl: handgegossene Teelichter in über 60 Düften – für Windlicht, Laterne und lange Abende am Tisch.

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Anhänger „Rune Jera“
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Runenset aus Keramik – Handgemacht & Mystisch
Handgemachtes Runenset — Runenset. Für Orakel, Meditation oder einfach als Schmuckstück auf dem Tisch.
